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Essstörungen

Ein weiterer sinnloser Tag

 


Seit vier Tagen habe ich jetzt schon das Haus nicht mehr verlassen. Ich schaffe es nicht. Ich wache schon mit Kopfschmerzen auf und sobald ich das Bett verlasse und aufstehe, wird mir schwarz vor Augen. Die meiste Zeit liege ich auf dem Sofa, sehe TV und lese. Verlauf der letzten elf Tage hatte ich drei Kreislaufzusammenbrüche, die aber „gut geendet“ haben. D.h. ich habe es geschafft mich wieder zu fangen, nachdem ich mich hingelegt und ein Glas Wasser getrunken habe. In einem Geschäft ist so was sehr unangenehm. Einen davon hatte ich in Gegenwart von meinem Vater. Er erzählte meiner Mutter davon, die mich jetzt zum Arzt bringen will. Bisher habe ich mich strikt dagegen geweigert, ich will nicht, dass mir Blut abgenommen wird. Dabei geht es mir nicht um das Ergebnis, sondern um die Tortur beim Arzt. Ich habe Narben an meinem Arm. Sie soll mich nicht darauf ansprechen und meine Eltern sollen das nicht erfahren. „Du hast dazu überhaupt keinen Grund.“ Das waren schon einmal die Worte meiner Mutter. Was weiß sie denn schon? Ich habe keine Nerven und keine Kraft, um mich dafür zu rechtfertigen.

1 Kommentar 10.2.11 21:00, kommentieren

Über Zeitmangel, Glück, Enttäuschung und Hass

 

 

Als ich diesen Blog erstellt habe, hatte ich mir felsenfest vorgenommen regelmäßig zu schreiben, weil es mir gut tut, diese Thematik schriftlich festzuhalten und nicht nur darüber zu grübeln.

Der Anlass für diesen neuen Blog war ein Neuanfang. Bestandenes Abitur, folglich der Umzug in eine neue Stadt mit neuen Gesichtern und einem festen Ziel in Form eines Studiums.

Es hat unglaublich gut angefangen. Alle waren nett und freundlich und ich fühlte mich zum ersten Mal seit Jahren in einen wirklichen Freundeskreis integriert. Wir haben täglich zusammen etwas unternommen, daher hatte ich weder Zeit mir Gedanken über mein Essverhalten zu machen, noch über diesen Blog. Mir ging es gut!

 Dann kam – sie - und machte alles kaputt.

Sie hat mich beschimpft und beleidigt, manipuliert, sodass ich ihr nicht böse sein konnte, ohne dass ich mich selbst in ein schlechtes Licht gestellt hätte.

Und so ging das Spiel weiter: Lächeln, auch wenn innerlich die Seele zerbricht.

Wie oft ich weinend nach Hause gelaufen bin, wie oft ich mich in dieser Zeit selbst verletzt habe und wie oft ich in dieser Zeit erbrochen habe, weil ich diese Demütigungen nicht ertragen konnte. Ich hasse sie dafür. Und dafür hasse ich mich, weil ich weiß, dass ich ihr nicht die Schuld daran geben darf. Ich bin die, die krank ist. Aber sie ist eine ganz verlogene, manipulative Person. Ich bin nicht die Einzige, die ihre gemeine Art zu spüren bekommt.

Irgendwann hab ich es nicht mehr ausgehalten, auch wenn ich sie darum bat, hörte sie nicht auf, also erzählte ich ihr gezwungener Maßen, dass ich früher einmal an einer Essstörung litt und Worte wie „Gerippe“ für mich eine andere Bedeutung haben. Von der Gegenwart braucht sie nichts zu wissen. Es geht sie ganz einfach nichts an.

Fälschlicher Weise verstand sie mein Geständnis als Vertrauensbeweis ihr gegenüber. Sie hat mir geschworen, nicht darüber zu reden, zumal ich ihr beteuert habe, dass das zu meiner Vergangenheit gehört und ich nichts mehr von diesem Thema wissen möchte.

Sie hat es weitererzählt. Dafür hasse ich sie. Hasse mich, weil ich diese Sprüche nicht einfach an mir abprallen lassen konnte und jetzt wieder in genau der Situation stecke, wie schon in der Schule. Das musste passieren. Nach all den Enttäuschungen von Menschen, die mir nahe standen, habe ich scheinbar immer noch nicht gelernt den Mund zu halten.

Ich hasse mich.

1 Kommentar 9.2.11 22:23, kommentieren

Zahlen zu Essstörungen

- 50% aller zehnjährigen Mädchen in Deutschland haben schon einmal eine Diät gemacht.
 

- Zwei von fünf Mädchen glauben, zu dick zu sein

- An Bulimie leiden meist Personen zwischen 20 und 30 Jahren. Von ihnen haben 60% Abitur, also einen hohen Bildungsgrad

- Unter den Elfjährigen ist jedes fünfte Kind – egal ob Mädchen oder Junge – auffällig im Essverhalten. Im Laufe der Pubertät ist nur noch jeder siebte Junge gefährdet

- Hochgerechnet weisen rund 1,4 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen elf & 17 Jahren Symptome einer Essstörung auf.

- Ca. 2/3 Drittel aller weiblichen Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr haben mindestens einmal eine Diät zur Gewichtsreduzierung gemacht

- Allein in Deutschland leiden mindestens 220.000 Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren an Magersucht (Anorexie) oder Ess-Brechsucht (Bulimie)

- Etwa 3,7 Millionen Menschen leiden unter gefährlichem Untergewicht

- Über 100.000 Menschen, insbesondere Frauen zwischen 15 und 35 Jahren, leiden an Magersucht

-  600.000 Frauen und Männer leiden an der Ess-Brech-Sucht (Bulimie)

- Die Zahl der magersüchtigen Männer liegt bei fünf bis zehn Prozent - mit steigender Tendenz

- Die Universität Ulm beziffert die Häufigkeit in der weiblichen Bevölkerung zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr für Anorexie mit 0,5-1%, für Bulimie mit 3-4% und für Esssucht mit 6 % und verzeichnet einen zunehmenden Anteil männlicher Betroffener

- Nur 50% der an Magersucht & Bulimie erkrankten Personen können vollständig geheilt werden

- Bei 20 Prozent chronifiziert sich das Leiden und 30 Prozent entwickeln andere Symptome wie etwa Depressionen

- Eine Essstörung verläuft bei rund 16,8 Prozent der Betroffenen tödlich

- Bis zu 15 Prozent der Magersüchtigen sterben an den Folgen der Erkrankung

- Als häufigste Todesursachen erwiesen sich Infektionen, Unterernährung, Wasser- und Elektrolytverlust sowie Selbstmord

- Mit einer Sterblichkeitsrate von 15 bis 20 Prozent fordert die Anorexie mehr Opfer als jede andere psychiatrische oder psychosomatische Störung

1 Kommentar 13.9.10 22:30, kommentieren